Ortsgruppe Lembach

Liebe Mitglieder und Freunde des Seniorenbundes Ortsgruppe Lembach!

 

Wieder geht ein Jahr dem Ende zu. Das ist immer auch ein Anlass um Rückschau zu halten über alles was wir erlebt haben. Vieles wird uns durch den Kopf gehen wenn wir daran denken wie es uns ergangen ist. Was war das Erfreuliche in der letzten Zeit und worauf hätten wir gerne verzichtet wenn es möglich gewesen wäre? Was hätten wir selber besser machen können? Freilich, eines drängt sich oft besonders in den Vordergrund bei uns älteren Leuten: Wer kann von sich schon sagen, dass sich gesundheitlich alles im Lot befindet und man absolut keine „Wehwehchen“, Schmerzen oder Behinderungen zu ertragen hat? Auf der anderen Seite wird einem oft allzu wenig bewusst wieviel Gutes und Angenehmes bei uns im Alltagsleben schon zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Denken wir doch nur an das Leben in unserer Kindheit, an das unserer Eltern oder gar der Großeltern! Wieviel Genügsamkeit und Bescheidenheit war notwendig! Verglichen mit den heutigen Möglichkeiten leben wir in einer wahrhaft guten Zeit. Wir haben eine, gerade im Alter so wichtige soziale Absicherung, die Sorge ums tägliche Essen kennen wir nicht und wenn‘s auch manchmal bescheiden zugeht, so kann doch jeder sein Auskommen finden und wo wirklich Hilfe notwendig ist, findet man auch eine Lösung. Liebe Seniorinnen und Senioren! Wenn ihr so eine Rückschau übers letzte Jahr haltet, so hoffen wir doch, dass bei dieser Bilanz das Gute im Leben in den Vordergrund rückt. Freilich, wir alle sehen uns unverhofft einem Problem gegenüber. Wenn wir auch nicht unmittelbar betroffen sind, so kann doch die ganze Flüchtlingsproblematik nicht spurlos an uns vorbei gehen. Viele von uns haben ja die Kriegszeiten in unserem Land noch selbst miterlebt. Wenn man sich vorstellt unsere Heimat mit einer ungewissen Zukunft verlassen zu müssen, dann wäre das für uns fast undenkbar, aus unserer gewohnten Sicherheit herausgerissen zu werden. Sorge macht aber auch die Ungewissheit, wie sich dieser riesige Zuzug völlig anders denkender und anders gläubiger Menschen im Hinblick auf das Zusammenleben mit ihnen,  auf den zur Verfügung stehenden Wohnraum und die Arbeitsplätze auswirkt. Man kann wohl auch die Leute verstehen, die dieser ganzen Entwicklung sehr skeptisch gegenüber stehen. Man kann nur hoffen, dass die Feindseligkeiten und dieser unsinnige Krieg im Nahen Osten zu einem vernünftigen Ende kommen und die Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren können.  Jeder spürt es ja selber, wie wohl es tut, wenn man mit allen in Frieden lebt, wenn Freundlichkeit, Gefälligkeit und Hilfsbereitschaft in der Familie, im Bekanntenkreis, im Land und auch sonst überall das Alltagsleben bestimmen. Welche Zeit wäre besser geeignet für solche Gedanken, wenn nicht gerade Weihnachten? Denken wir aber auch an alles, was wir im Seniorenbund gemeinsam erleben konnten! Es sind nicht nur die Ausflüge, die Besichtigungen, gemeinsame Spiele oder die gebotenen Vorträge, es ist in besonderer Weise das „Miteinander“ in einer Gruppe von Freunden. Diese Gedanken sollen auch die Wünsche des ehemaligen Vorstandes des Lembacher Seniorenbundes  für Weihnachten und fürs kommende Jahr sein.

 

Freilich eine große Sorge steht bei uns ehemals Verantwortlichen der Ortsgruppe ganz aufdringlich im Vordergrund: Es ist uns immer noch nicht gelungen eine Gruppe von Idealisten zu finden, die unsere Aufgaben bei den Senioren übernehmen und weiterführt.  Wohl haben wir mit Hubert Schinkinger einen tüchtigen Mitarbeiter gewinnen können, der seine Fähigkeiten auch schon unter Beweis gestellt hat. Reinhard Richtsfeld, der ÖVP Obmann, hilft auch bestens mit. Doch beide sind berufstätig und können daher nicht im notwendigen Umfang unsere Gruppe leiten. Ich appelliere an alle Mitglieder in dieser schwierigen Lage, das Miteinander in der Gruppe, das immer der Beweis für einen guten Zusammenhalt war, jetzt ganz besonders in den Vordergrund zu stellen. Mein großer  Weihnachtswunsch wäre, dass unter einer neuen, verjüngten Leitung die Ortsgruppe in gewohnter Lebendigkeit weiter besteht.

 

Als Betreuer dieser Internetseite würde ich mich sehr freuen wenn mir jemand schreiben wollte, meine E-Mail Adresse ist: karl.ensbrunner@aon.at, oder natürlich auch gerne bei einem persönlichen Gespräch.           

 

                                                                                                                   Karl Ensbrunner