Keine Altersdiskriminierung

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat aktuell ein Thema für sich entdeckt: Sie fordert verpflichtende Gesundheitstests für ältere Führerscheininhaber. Auch in Österreich kommen immer wieder derartige Forderungen. Dabei soll die Gültigkeit von Führerscheinen ab 60 alle fünf Jahre und ab 80 jährlich überprüft werden.

„Alle Statistiken belegen, die Hauptursache von Verkehrsunfällen sind nicht gesundheitliche Mängel der Autofahrer, sondern Leichtsinn, Alkohol, Drogen und überhöhte Geschwindigkeit“, so der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes  Dr. Josef Ratzenböck.

„Ich lehne Änderungen ab, die nur zu Bürokratisierung und zu finanziellen Belastungen der Betroffenen führen. Die bisherige Praxis hat sich durchaus bewährt. Der OÖ Seniorenbund hat eine solche Altersdiskriminierung immer abgelehnt und wird dies auch weiterhin mit aller Vehemenz tun“!

„Wir vom OÖ Seniorenbund stehen weiter für einen respektvollen Umgang der Generationen miteinander. Wir bekennen uns für die Eigenverantwortung des Einzelnen anstelle von neuer Bürokratie“ erklärt auch Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner.

Für die Senioren von heute ist der Besitz des Führerscheins ihr Leben lang eine Selbstverständlichkeit gewesen. Auto und Führerscheinbesitz sind eng mit Lebensqualität, Flexibilität und der Teilnahme am sozialen Leben verbunden.

Was wir hier ganz bestimmt  nicht brauchen, sind weitere Vorschriften, die die Mobilität der Senioren einschränken, bloß weil Sie einen bestimmten Geburtstag hinter sich haben. Dafür treten wir im OÖ Seniorenbund auch weiterhin ein.