Ältere Menschen nicht wegsperren!

Diese Forderung legt der OÖ Seniorenbund allen politischen Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene vor.

„Welche Schutzmaßnahmen auch immer in den nächsten Wochen in der Corona-Krise notwendig werden, ein generelles Wegsperren der Senioren sowie Besuchsverbote in den Alten- und Pflegeheimen darf es nicht mehr geben – das ist die einhellige Meinung des OÖ Seniorenbundes!“, wie Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner heute nach der Sitzung der Landesleitung des OÖ Seniorenbundes bekanntgaben.

„Das Wegsperren der Seniorinnen und Senioren und das generelle Besuchsverbot in den Alten- und Pflegeheimen bei dem letzten Lockdown – so gut das gemeint war – haben zu inakzeptablen menschlichen Notsituationen geführt“, betont Pühringer. „Gerade Hochbetagte brauchen in der Krisensituation Zuspruch und die Geborgenheit der Angehörigen, oder auch der Altenheimseelsorger, die während den kritischen Wochen im Frühjahr Hausverbot in den Alten- und Pflegeheimen hatten. Alleingelassen werden, abgetrennt sein, isoliert sein ist für Hochbetagte seelischer Hardcore, mit allen kritischen Nebenwirkungen“, so Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer weiter.

„Natürlich ist Schutz für die Älteren notwendig, aber der muss gut organisiert werden. Bei notwendigen Quarantänemaßnahmen muss sichergestellt werden, dass die Älteren nicht vereinsamen, denn das verursacht seelisches Leid! Uns ist auch bewusst, dass das Besuchsrecht nicht uneingeschränkt sein kann und erhöhte Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind, aber diese müssen sorgfältig überprüft werden“, weist Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner auf die Herausforderungen in den Pflegeeinrichtungen hin.

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