Arbeit in der Pension muss sich lohnen

Pensionisten müssen rasch von der Pensions-Beitragspflicht befreit werden.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass zwei von drei Österreichern in der Alterspension arbeiten möchten. Allerdings muss, wer sich in der Pension was dazuverdient ebenfalls Pensionsbeiträge zahlen und zwar rund 20%. Zwar werden die Beiträge auf die Pension angerechnet, führen aber nur zu einer marginalen Erhöhung der Bezüge, was in keiner Relation zu den eingezahlten Beiträgen steht. Ein Beispiel: Verdient sich ein Pensionist als Gewerbetreibender 1000 Euro dazu, bleiben nach Abzug von Pensionsbeiträgen und Steuern weniger als 400 Euro übrig. Schon oft wurde eine echte Entlastung bei Zuverdiensten in der Pension versprochen und auch die letzte Regierung hat sich darauf geeinigt, Pensionisten von der Beitragspflicht zu befreien, umgesetzt wurde dieses Vorhaben aber nie.

Der OÖ Seniorenbund fordert daher eine rasche Beitragsstreichung für Pensionisten. „Der Wille vieler, in der Pension weiter zu arbeiten, kann auch ein wichtiger Beitrag gegen den Fachkräftemangel sein. Denn mit der Pensionierung geht oft auch viel Wissen und Know-how ,in Pension´“, erklärt Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer. Die Seniorinnen und Senioren seien dabei keine Konkurrenz zu den Jungen, denn diese hätten aus „Gehaltsgründen“ ohnehin bessere Chancen als die Älteren Jobs zu bekommen. „Aber dort, wo Fachkräfte fehlen, könnten die Senioren meist zumindest als Teilzeitkräfte einspringen, aber das muss sich lohnen“, betont Pühringer. 

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