Die Enteignung der Sparer muss ein Ende haben

Der OÖ Seniorenbund fordert, dass die faktische Enteignung der Sparer rasch ein Ende finden muss.

Wie gestern bekannt gegeben wurde, lässt die Europäische Zentralbank den Leitzins unverändert bei 0,0 % und den Einlagenzins für Banken vorerst bei minus 0,4 %, Beobachter rechnen hier aber mit einer Zinssenkung im September. Aufgrund dieser Zinspolitik der EZB werfen Sparbuch und Co aktuell kaum noch etwas ab – eher das Gegenteil ist er Fall: oft verlieren die Sparer unter dem Strich sogar Geld.  

Der OÖ Seniorenbund fordert daher, dass die faktische Enteignung der Sparer rasch ein Ende finden muss. „Die Seniorinnen und Senioren zählen zu den größten Sparern, viele möchten auch ihren Kindern und Enkelkindern etwas hinterlassen und sind daher von dieser Zinspolitik besonders betroffen“, betont OÖ Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer. Ebenso hart treffe es jene, die jetzt fürs Alter finanziell vorsorgen möchten, denn neben den klassischen Sparbuchguthaben bringen auch Bausparverträge, Lebensversicherungen oder Pensionsversicherungen kaum noch Erträge.

„Konnte man sich früher dank guter Zinssätze noch etwas für die Pension oder auch für die Kinder und Enkelkinder zusammensparen, muss man jetzt froh sein, wenn das Ersparte am Jahresende nicht weniger geworden ist. Deshalb fordern wir von EZB-Chef Mario Draghi bzw. seiner Nachfolgerin Christine Lagarde ein Ende dieser Zinspolitik und ein Ende der Enteignung der Sparer“, so Pühringer abschließend.

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