Erhöhung des Pflegegeldes ab Stufe 3

Die angekündigte Erhöhung ist ein erster wichtiger Schritt.

„Wir begrüßen die am Wochenende angekündigte Erhöhung des Pflegegeldes ab Stufe 3 wirklich sehr“, betont Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer. Im Regierungsprogramm war eine Anhebung erst ab Stufe 4 vorgesehen. „Dies ist ein erster wichtiger Schritt zur Unterstützung der vielen pflegenden Angehörigen in unserem Land. Gleichzeitig plädieren wir aber weiterhin für eine Erhöhung des Pflegegeldes in allen Stufen, also auch Stufe 1 und 2“, unterstreicht Pühringer.

Natürlich habe man Verständnis, wenn bei der Erhöhung in den unteren Stufen ein prozentuell abgestuftes System zur Anwendung kommt, aber die Erhöhung in allen Stufen sei ein wichtiges Signal für die pflegenden Angehörigen. „Eine Nicht-Erhöhung in den Stufen 1 und 2 trifft, so wie bei der Stufe 3, vor allem die pflegenden Angehörigen, denn hier ist die Aufnahme in ein Heim nicht möglich“, erklärt Pühringer. Zudem sei der Wertverlust seit der Einführung des Pflegegeldes 1993 enorm gewesen und zu Lasten der Pflege zu Hause gegangen. 

„Die Familie ist der größte Pflegeplatz in unserem Land. Es sind die pflegenden Angehörigen, die die Pflege vor einem Kollaps bewahren. Daher wäre die Erhöhung des Pflegegeldes in allen Stufen hier ein wichtiges Signal“, so Pühringer. 84 % aller zu Pflegenden werden zu Hause gepflegt, 32 % nehmen mobile Hilfe in Anspruch, bei 45 % erfolgt die Pflege nur durch Familienangehörige ohne fremde Hilfe. Fast eine Million Menschen in Österreich sind pflegende Angehörige.

 

Foto: Shutterstock.com/YAKOBCHUK VIACHESLAV



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