ÖSB LO LH a.D. Dr. Josef Pühringer zum Tag der Pflege: Großer Dank an alle Pflegenden!

Gerade in Zeiten es Corona-Virus ist die Pflege und Betreuung hilfsbedürftiger Menschen oft eine große Herausforderung.

 

„Der OÖ Seniorenbund möchte den Tag der Pflege zum Anlass nehmen, um allen, die ältere Menschen pflegen und betreuen einen ganz großen Dank für ihre Arbeit und ihren Einsatz auszusprechen“, so Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer anlässlich des Tags der Pflege, der morgen, am 12. Mai, stattfindet. Denn gerade in Zeiten des Corona-Virus sei die Pflege und Betreuung hilfsbedürftiger Menschen oft eine große Herausforderung – egal, ob die Pflege zu Hause durch die Familie erfolgt, im Rahmen einer mobilen Betreuung, durch eine 24-Stunden-Betreuung oder in einem Alten- und Pflegeheim. „Pflegearbeit braucht mehr Anerkennung und Wertschätzung und das selbstverständlich jeden Tag“, betont Pühringer.

Um in Anbetracht der stark steigenden Zahl der Hochbetagten die hohe Qualität der Pflege auch in Zukunft abzusichern, ist es zentral, künftig mehr Menschen für einen Pflegeberuf zu gewinnen. „Eine Personaloffensive muss im Zuge einer Pflegereform ganz oben auf der Liste stehen. Der Pflegeberuf muss intensiv beworben, aber auch in vielen Punkten für junge Leute attraktiver gestaltet werden. Hier braucht es Initiativen“, fordern Pühringer und OÖ Seniorenbund-Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner. Schließlich sei die Arbeit in der Pflege auch eine sehr schöne und vor allem sinnstiftende. Die Zahl jener, die 85 Jahre und älter sind wird sich allein in Oberösterreich von aktuell 36.900 bis 2040 auf 70.500 Personen nahezu verdoppeln (+33.600 Hochbetagte). „Natürlich wird nicht jeder ein Pflegefall sein, aber leider doch ein beachtlicher Teil“, so Pühringer und Ebner. Zudem habe die Corona-Krise gerade bei der Pflege zu Hause sehr deutlich gezeigt, dass das Funktionieren oft von ausländischen Pflegekräften abhängig ist und auch deshalb sei die Eigenausbildung zentral. Betreffend der 24-Stunden-Betreuung muss darüber hinaus auch die Finanzierbarkeit für die betroffenen Familien diskutiert werden, denn eine Nicht-Leistbarkeit führt automatisch zu mehr Heimaufenthalten, die dem Staat sicher teurer kommen. 

Ein besonderer Dank gilt aber auch all jenen, die sich zu Hause – oft neben der Berufstätigkeit - um ihre Angehörigen kümmern und es ihnen so ermöglichen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu verbleiben. Aktuell werden mehr als 80% der pflegebedürftigen Menschen im Familienverband betreut, viele davon ohne Zuhilfenahme von Pflegediensten. So sind in Österreich fast eine Million Menschen pflegende Angehörige. „Dies ist keine Selbstverständlichkeit und deshalb fordern wir vom OÖ Seniorenbund auch den weiteren Ausbau der Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige“, betont Ebner, wohlwissend, dass einiges, wie etwa Tagesbetreuung oder Kurzzeitpflege, in Corona-Zeiten nicht möglich ist.

„Die Corona-Krise hat darüber hinaus auch gezeigt, dass das Thema Einsamkeit im Alter, von der viele Menschen im Land betroffen sind, Teil eines umfassenden Pflegepakets sein muss“, unterstreicht Pühringer.

Der „Internationale Tag der Pflege“ wird seit 1967 jedes Jahr am 12. Mai begangen, mit dem Ziel, die Leistungen der Menschen in Pflegeberufen in den Mittelpunkt zu rücken, ihre Arbeitssituation zu verbessern und auf Missstände im Pflegesystem hinzuweisen. Der 12. Mai ist der Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820 bis 1910), die als Begründerin der professionellen Krankenpflege gilt.

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