Bei Impfplan pflegende Angehörige prioritär sehen

Wir fordern bei der Erstellung der weiteren Reihenfolge des Impfplanes, pflegenden Angehörigen mehr Bedeutung einzuräumen!

Im Laufe der ersten Impfphase sollen neben den über 80-Jährigen auch medizinisches Personal in Krankenhäusern sowie Bewohner und Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen Zugang zum verfügbaren Impfstoff erhalten. Personen, die sich in den eigenen vier Wänden um die Pflege von Angehörigen kümmern, können frühestens im zweiten Quartal mit einer Impfung rechnen. Deshalb fordert der OÖ Seniorenbund bei der Erstellung der weiteren Reihenfolge des Impfplanes pflegenden Angehörigen mehr Bedeutung einzuräumen.

„In Österreich werden etwa 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause durch Angehörige gepflegt. Im Falle einer Ansteckung mit dem Coronavirus stehen sowohl die Angehörigen wie auch die zu Pflegenden vor einer großen Herausforderung. Die Unterbringung in einer stationären Einrichtung oder die Betreuung durch externes Pflegepersonal werden zwingend notwendig. Deshalb fordern wir, dass bei der weiteren Reihung der Zielgruppen, pflegende Angehörige prioritär gereiht werden!“, appellieren der Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner an die zuständigen Stellen des Bundes und Landes die Gruppe der pflegenden Angehörigen vorrangig zu behandeln.

„Die Politik ist gefordert, so rasch wie nur möglich, pflegende Angehörige vorzuziehen, damit diese eine angemessene Pflege für ihre Familienmitglieder gewährleisten können. Rund 947.000 Personen in Österreich pflegen einen Angehörigen zu Hause. Damit leisten sie einen enormen Beitrag für die Gesellschaft, eine zeitnahe Impfmöglichkeit wäre eine würdige Anerkennung für diese Tätigkeit.“, ergänzen Pühringer und Ebner. 

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