Die Seniorinnen und Senioren dürfen nicht Opfer der Impfstoffknappheit werden!

Große Sorgen, ob es in den kommenden Herbstwochen genügend Grippe-Impfstoff gibt, herrschen derzeit in den Reihen der Seniorinnen und Senioren. „Uns erreichen diesbezüglich in den letzten Tagen sehr viele Klagen. Immer wieder wird Senioren in Apotheken mitgeteilt, dass es keinen Impfstoff gäbe und dass sie auch auf keine Warteliste aufgenommen würden. Bei vielen entsteht so der Eindruck, dass insbesondere Senioren bei ihren diesbezüglichen Wünschen nicht ernst genommen werden,“ erklären Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner.

 

Die Stadt Wien hat offensichtlich derart große Mengen an Impfstoff aufgekauft, dass es für die anderen Bundesländer sehr eng werden könnte. Denn die Impf-Rate wird in Corona-Zeiten bei der Grippeimpfung steigen, davon gehen die Experten aus. „Es riecht also ein wenig nach ‚Altersdiskriminierung`. Aber gerade ältere Menschen, die aufgrund ihres Lebensalters und infolge von Vorerkrankungen oft ein geschwächtes Immunsystem haben, sind ängstlicher und wollen sich impfen lassen“, betonen Pühringer und Ebner.  

„Wir wollen uns überhaupt nicht in die Entscheidung der Bürger einmischen, ob sich jemand impfen lässt oder nicht. Wir wissen, dass es auch in den Reihen der Senioren viele Skeptiker im Bereich des Impfens gibt. Aber wir fordern als Interessensvertretung mit allem Nachdruck, dass für jene, die sich impfen lassen wollen genügend Impfstoff vorhanden sein muss. Bei der Verteilung des Impfstoffes darf es nicht benachteiligend sein, dass man älter ist“, unterstreichen Pühringer und Ebner.

Aus diesem Grund hat sich der OÖ Seniorenbund auch an den Präsidenten der Apothekerkammer Mag. pharm. Thomas Veitschegger gewandt und um Unterstützung gebeten, die von diesem auch zugesagt wurde. Darüber hinaus plädieren Pühringer und Ebner auch dafür, dass der für Österreich erreichbare Impfstoff wirklich gerecht auf die Bundesländer verteilt wird, unabhängig davon, ob in einem Bundesland gerade Wahlen stattfinden oder nicht und dafür, dass die Seniorinnen und Senioren bei der Verteilung nicht schlechter behandelt werden als die übrigen Bevölkerungsgruppen. Darüber hinaus muss auch dafür gesorgt werden, dass die gesteigerte Nachfrage für hochwertige Impfstoffe und der dadurch entstehende Druck nicht zu ungerechtfertigten Preiserhöhungen für den Impfstoff führen - dies ist gerade für die Pensionistinnen und Penisonisten von besonderer Bedeutung.

„Ich ersuche Gesundheitsminister Rudolf Anschober um eine starke Positionierung für eine faire Lösung bei der Verteilung des Impfstoffes und gegen jede Altersdiskriminierung“, so Pühringer abschließend.

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