Forderungen zum Thema "Freitesten & Impfung"

Der OÖ Seniorenbund fordert das Ermöglichen des Freitestens sowie eine Impfung für alle Seniorinnen und Senioren, die eine solche wollen!

„Die Entscheidung der Oppositionsparteien das Freitesten zu verhindern ist nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern ein schwerer Schlag gegen die Älteren unserer Gesellschaft, die im letzten Jahr durch die verschiedenen Lockdowns monatelang weitgehend weggesperrt waren und dadurch am sozialen Leben kaum teilnehmen konnten!“, betonten OÖ Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner.

„Das Freitesten wäre eine Möglichkeit ihnen zumindest ein gewisses Gemeinschaftsleben zu ermöglichen. Jene die da offensichtlich Ihre politischen Spielchen treiben, ist wahrscheinlich nicht bewusst, was es bedeutet, als älterer Mensch in einem Pflegeheim oder alleinstehend in einer oft kleinen Wohnung unter massiven Einschränkungen zu leben – das hat massive Auswirkungen auf die Psyche der Menschen und führt zu Einsamkeit mit all seinen negativen Auswirkungen!“, so Pühringer. „Es ist dringend geboten, dass die Opposition ihre ablehnende Haltung zum Freitesten rasch überdenkt oder zumindest zum „Eintrittstesten“ ihre Zustimmung gibt.“ 

„Außerdem fordert der OÖ Seniorenbund, dass so rasch wie nur irgendwie möglich, alle Senioren ab 65 Jahre, die es wollen, eine Impfmöglichkeit bekommen. Die Probeimpferei muss ein Ende haben, die Bewohner und Mitarbeiter in den Pflegeheimen, die als erste sinnvollerweise geimpft werden sollen, kann man in einer Großaktion in ganz wenigen Tagen impfen. Die Standorte der Pflegeheime sind bekannt, die Anzahl der Bewohner und Mitarbeiter ebenso und Hausärzte, die mit den Pflegeheimen ohnedies gut zusammenarbeiten, sind vor Ort – wo ist da die logistische Herausforderung? Nur weil man einmal eine Strategie aufgestellt hat, von der man nicht abrücken will – das ist keine Begründung!“, so Pühringer und Ebner.

„Gleich anschließend an die Pflegeheimaktion soll neben dem Personal in der kritischen Infrastruktur allen Senioren über 65 Jahren, die es wollen, eine Impfmöglichkeit geboten werden. Was Israel schafft, muss auch Österreich schaffen“, verweist Pühringer auf die rasche Impfung in dem im Nahen Osten gelegenen Staat.

Die Impfung, die zu Recht als „Gamechanger“ bezeichnet wird, soll jetzt – koste es was es wolle – unverzüglich, flächendeckend im Seniorenbereich ausgerollt werden – alles andere ist unverständlich. Die Verteilung des Impfstoffes kann auch nicht das Problem sein – denn diese hat das Gesundheitsministerium zwar zu leiten, aber Landesbehörden, Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden, das Rote Kreuz und viele Vereine werden da gerne mitarbeiten. Außerdem erwartet der Seniorenbund, dass der vorhandene Impfstoff fair - das heißt nach objektiven Kriterien (Bevölkerungsanteil, Altenanteil) - auf Österreichs Bundesländer verteilt wird. Es gibt also keine vernünftigen Gründe, um nicht mit Höchstgeschwindigkeit in die österreichweite Impfaktion für Senioren einzusteigen!

„Der OÖ Seniorenbund will die Regierung in keinster Weise angreifen, die Senioren sind dankbar für den diesjährigen Schutz in der Krise, aber wir erwarten,“ so Pühringer „dass durch das Freitesten oder „Eintrittstesten“ und vor allem durch flächendeckende Impfangebote den Senioren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, möglichst rasch - zumindest teilweise - wieder zurückgegeben wird!“

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