Gleiches Recht für alle

Seniorenbund fordert Stimmrecht für Seniorenvertreter in den Sozialversicherungen!

Die Reform der Sozialversicherung nimmt Fahrt auf. Aus diesem Anlass bekräftigt OÖ Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer die Forderung nach einem Stimmrecht für Seniorenvertreter in der Sozialversicherung im Bereich Krankenversicherung. „Unabhängig davon, wie die Reform konkret aussieht, müssen die Senioren ihrer Stärke nach vertreten sein und echte Mitsprache haben. Denn wir sind in der Lage für uns selbst zu sprechen“, betont Pühringer.

Derzeit haben die Seniorenvertreter in den Gremien lediglich eine Beratungsfunktion, aber kein Stimmrecht, weder im Vorstand, noch in der Vollversammlung. „Ich halte es nicht nur für selbstverständlich, dass sich Senioren selbst in den Gremien vertreten können, sondern auch für ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung gegenüber der älteren Generation, dass diese damit zu vollwertigen Mitgliedern werden.“

 „Wer mitzahlt, hat auch das Recht mitzubestimmen“, unterstreicht Pühringer. Immerhin zahlen die Pensionisten, die mit 2,4 Millionen fast ein Drittel der Beitragszahler stellen, ein Drittel der Beiträge und rund 4,1 Mrd. Euro in die Krankenversicherung. Sie leisten 5,1 % Pensionsbeitrag, Arbeitnehmer 3,87 % und Arbeitgeber 3,78 %. In Oberösterreich leisten die Senioren rund 450 Mio. Euro Krankenversicherungsbeiträge. Aus diesem Grund sei es, so Pühringer, unverständlich, dass die Senioren kein Stimmrecht in der Krankenversicherung haben. 

Im Übrigen ist der Österreichische Seniorenrat, die gesetzliche Vertretung aller Senioren, seit 2000 Mitglied der Sozialpartnerschaft. Zudem ist im Seniorengesetz (§ 24) festgehalten, dass der „Österreichische Seniorenrat in Angelegenheiten, welche die Interessen der österreichischen Senioren berühren können, den gesetzlichen Interessenvertretungen der Dienstnehmer, der Wirtschaftstreibenden und der Landwirte gleichgestellt ist“.