Neues Erwachsenenschutzgesetz

Richtiger und wichtiger Schritt in Richtung mehr Selbstbestimmung und Menschlichkeit.

Mit Anfang Juli tritt das neue Erwachsenenschutzgesetz in Kraft, das in den vergangenen Jahren unter Mitwirkung der Seniorenorganisationen vorbereitet und vergangenes Jahr in ein Gesetz gegossen wurde. „Das neue Erwachsenenschutzgesetz ist ein richtiger und wichtiger Schritt in Richtung mehr Selbstbestimmung und Menschlichkeit“, betont Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer. Schließlich bringe das neue Gesetz mehr Autonomie für die Betroffenen sowie zeitlich und auf bestimmte Bereiche begrenzte Vertretungen. 

„Viele ältere Menschen fürchten sich verständlicherweise davor, irgendwann einmal komplett entmündigt zu werden. Dazu soll es nicht mehr kommen. Denn mit dem neuen Gesetz können Senioren künftig - mit Unterstützung - ihr Leben möglichst lange selbst bestimmen und regeln“, so Pühringer weiter. Es sei besonders wichtig, die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen, was bisher nicht im notwendigen Ausmaß geschehen ist. 

Mit dem neuen Gesetz wird die bestehende Sachwalterschaft durch ein vierstufiges Modell (Vorsorgevollmacht, gewählte Vertretung, gesetzliche Vertretung, gerichtliche Vertretung) ersetzt, das die Selbstbestimmung möglichst lange sicherstellen soll. Auch die Familie wird viel mehr einbezogen als bisher, was auch dem Wunsch vieler Angehöriger entspricht. Es sei zudem sehr wichtig, dass die gerichtliche Erwachsenenvertretung im Gegensatz zur bestehenden Sachwalterschaft auf gewisse Zuständigkeiten und auch zeitlich begrenzt ist, betont Pühringer abschließend.