OÖ Seniorenbund präsentierte Pflegepaket

Die Forderungen des OÖ Seniorenbundes zur Absicherung der Pflege.

Der OÖ Seniorenbund präsentierte heute seine Forderungen zur Absicherung der Pflege, denn dies ist aufgrund der demografischen Entwicklung wohl die Zukunftsherausforderung für unsere Gesellschaft. In der Folge wird das Pflegepaket auch an die politischen Entscheidungsträger in unserem Land übergeben.

 

Die Kernforderungen des OÖ Seniorenbundes im Bereich Pflege:

1. Prävention durch einen gesunden Lebensstil (Ernährung, körperliche und geistige Aktivität, Vorsorgeuntersuchungen), um die Pflegebedürftigkeit möglichst weit hinauszuzögern. Dafür muss es entsprechende Angebote geben. Auch Bonus-Malus-Systeme in der Krankenversicherung sollten hier angedacht werden.

2. Verlässliche Finanzierung des Gesamtbereichs Pflege – sei es über das Budget oder eine Pflegeversicherung – Pflegefinanzierung aus einer Hand.

3. Erhöhung des Pflegegeldes bereits ab Stufe 1 und regelmäßige (jährliche) Valorisierung, um den Wertverlust auszugleichen und damit die Pflege zu Hause finanzierbar bleibt.

4. Ausbau der Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige vor allem durch mobile Pflegehilfen, die Schaffung von mehr (finanzierten) Kurzzeitpflegeplätzen sowie Betreuungsangeboten in Tageszentren. Ausweitung der Möglichkeit der freiwilligen Weiterversicherung und Anrechnung der Pflegezeiten ab Stufe 4 auf die Pension.

5. Prinzip „mobil vor stationär“ – Ausbau der mobilen Betreuungsangebote, um dem Wunsch der meisten Betroffenen, zu Hause betreut zu werden, nachzukommen.

6. Absicherung der personellen Ressourcen durch die Attraktivierung des Pflegeberufs, die Sicherstellung einer qualifizierten Ausbildung für alle Pflegeberufe sowie die Schaffung eines Lehrberufs in der Pflegeausbildung.  

7. Sicherung einer qualitativ hochwertigen Pflege, einerseits durch ausreichend gut ausgebildetes Personal, andererseits durch die Einführung eines Qualitätszertifikats für Agenturen, die Personenbetreuer vermitteln.  

8. Förderung alternativer Wohnformen für Senioren, bedarfsgerechter Ausbau der Pflegeheimkapazitäten und Schaffung eines lebendigen Umfelds in Alten- und Pflegeheimen.

9. Anpassung der Hospiz- und Palliativangebote an die demografische Entwicklung.

10. Schaffung eines Masterplans Pflege für ganz Österreich und die Bundesländer, um den Betroffenen langfristig Sicherheit zu geben.

 

Foto: v.l. OÖSB LGF Mag. Franz Ebner; OÖSB LO LH a.D. Dr. Josef Pühringer; Doris Mittendorfer, MBA, Leiterin des Bezirksalten- und Pflegeheims SENIORium Perg; HR Dr. Ernst Fürst, ehem. Leiter der Abteilung Statistik Land OÖ

 

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