OÖSB LO LH a.D. Dr. Josef Pühringer: Pflege: Zentrale Themen liegen auf dem Tisch – jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden!

Am Montag hat die neue Bundesregierung angekündigt, dass die Pflegereform ganz oben auf ihrer Prioritätenliste steht – aus Sicht des OÖ Seniorenbundes ein wichtiges und richtiges Signal, denn „angesichts der demografischen Entwicklung duldet das Thema Pflege keinen Aufschub mehr“, unterstrich Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer in der heutigen Sitzung des Landesvorstandes des OÖ Seniorenbundes. „Die zentralen Themen liegen auf dem Tisch, nun geht es darum Nägel mit Köpfen zu machen. Denn jeder in unserem Land muss sich darauf verlassen können, im Pflegefall bestmöglich versorgt zu sein“.

 

Ein besonderes Anliegen ist dem Seniorenbund die Unterstützung für pflegende Angehörige. Schließlich werden mehr als 80% der pflegebedürftigen Menschen im Familienverband betreut, viele davon ohne Zuhilfenahme von Pflegediensten. Besonders begrüßenswert sei daher der geplante „Pflege-daheim-Bonus“ sowie der pflegefreie Tag pro Monat für pflegende Angehörige. Ebenso wichtig sei der Ausbau mobiler Betreuungsdienste, von Tagesbetreuungen und Kurzzeitpflegeplätzen. „Darüber hinaus braucht es auch die bessere Anrechnung der Demenz beim Pflegegeld und man muss ernsthaft über die Finanzierung der 24-Stunden-Pflege diskutieren, denn diese ist für viele schlichtweg unleistbar“, fordern Pühringer und Seniorenbund Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner.  

Wichtig sei auch, dass die Personaloffensive ganz oben auf der Liste stehe: „Wir wissen ganz genau, dass sich heute zu wenig junge Menschen für den Pflegeberuf entscheiden. Daher ist eine Personaloffensive das Allerwichtigste“, betonen Pühringer und Ebner. Es dürfe kein Dauerzustand sein, dass in ganz Österreich Teile neu errichteter Pflegeheime nicht in Betrieb gehen, weil das nötige Personal fehle. Und schließlich müsse eine langfristig stabile Finanzierung der Pflege gewährleistet sein.

Bildquelle: OÖ Seniorenbund