Besuchsmöglichkeiten in den Alten- und Pflegeheimen

Es ist an der Zeit, die restriktiven Besuchsregeln in den Alten- und Pflegeheimen rasch zu lockern!

Die Meldungen, wonach Älteren, vor allem hochbetagten Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, die restriktiven Besuchsregeln zunehmend stärker zusetzen, werden immer massiver. Täglich erreichen den OÖ Seniorenbund diesbezüglich Klagen, insbesondere fürchten Angehörige, dass ihre hochbetagten Ehepartner, Eltern oder Großeltern gesundheitlichen Schaden durch die schon lang andauernde Isolation und die dadurch verursachte Vereinsamung nehmen. 

Nachdem 70 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner in den Alten- und Pflegeheimen und auch ein großer Teil des Personals durchgeimpft sind, verlangen OÖ Seniorenbund Landesobmann LH a. D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner ehestmögliche Erweiterungen der Besuchsmöglichkeiten: „Konkret soll es zumindest 3 Besuchsmöglichkeiten pro Woche geben und auch die Anzahl der Besucher soll erhöht werden, sodass mehrere Angehörige wie Ehepartner, Kinder oder Enkelkinder Gelegenheit für einen Besuch bekommen.“ Dies wäre das wirksamste - wahrscheinlich einzige - Gegenmittel gegen die Vereinsamung.

 „Der mittlerweile monatelange Entzug engster Angehöriger – nachdem derzeit nur eine Person einmal pro Woche besuchen darf –  stellt für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner eine Zumutung dar, die womöglich gesundheitliche Folgen - insbesondere psychische – haben kann. Eine hohe Durchimpfungsrate wurde von der Politik immer als Rückfahrkarte zurück in ein normales Leben in Aussicht gestellt. Daher ist es jetzt an der Zeit, die restriktiven Besuchsregeln in den Alten- und Pflegeheimen zu lockern“, betonen Pühringer und Ebner abschließend.

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