Senioren immer wieder Opfer

Aufklärungsoffensive soll für Verbesserung sorgen!

In unsicheren Zeiten steigt das Risiko, Opfer von kriminellen Handlungen zu werden. Deshalb ist es wichtig, dieses Thema aktiv anzusprechen und mit Hilfe einer Aufklärungsoffensive Bewusstsein zu schaffen. Die Entwicklung der Kriminalstatistik zeigt, dass die Sicherheitspolitik in unserem Land auf einem guten Weg ist. Dennoch gibt es Handlungsbedarf, denn ständig eröffnen sich neue Felder für Kriminelle, die sie zu ihren Gunsten nützen. In besonderer Weise wird dabei auf Seniorinnen und Senioren abgezielt.

„Wir haben keinerlei Möglichkeit Seniorinnen und Senioren unmittelbar vor kriminellen Handlungen zu schützen. Was wir jedoch können, ist, durch umfassende Aufklärung das Bewusstsein zu schärfen. Mit einer Informationswelle möchten wir ein Hauptaugenmerk auf die digitalen Gefahren legen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Vorträge ein Handwerkszeug bieten, um im Ernstfall gerüstet zu sein.“, so Landesobmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Dr. Josef Pühringer.

Franz Ebner weist auf die Vielfältigkeit der Kriminalität hin: „Die Zeiten haben sich geändert! Vor einigen Jahren noch, stand der Schutz vor Einbrüchen und Überfällen im Fokus. Aufgrund des digitalen Wandels und der steigenden Dreistigkeit von Kriminellen muss man sich zusehends vor möglichen Gefahren im Internet und diverser Betrugsmaschen schützen.“ 

Aus der aktuellen Kriminalstatistik ist zu entnehmen, dass kontinuierlich weniger Anzeigen bei der Polizei einlangen. Auch wenn im Jahr 2019 mit 488.912 bearbeiteten Anzeigen diese Zahl wieder stieg, muss darauf hingewiesen werden, dass sie immer noch geringer war, als in den Jahren zuvor. Obwohl die Anzahl der einlangenden Anzeigen, über längere Sicht gesehen, rückläufig ist, steigt die Zahl im digitalen Bereich enorm an. Während vor 10 Jahren etwa 4.223 Gesetzesverstoße – die in die Kategorie Cybercrime im weiteren Sinne fallen – zur Anzeige gebracht wurden, sind es im Jahr 2019 bereits 28.439 gewesen – also fast eine Versiebenfachung in wenigen Jahren!

„Von der Digitalisierung sollen die Seniorinnen und Senioren genauso profitieren. Es ist aber insbesondere im Internet wichtig, Gefahren zu erkennen und möglichst auszuweichen. Ältere Menschen sollten daher die vielen Bildungsangebote nutzen.“, so Dr. Alois Lißl, stellvertretender Landespolizeidirektor für Oberösterreich.

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v.l.: OÖ Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer, OÖ Seniorenbund Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner, Landespolizeidirektor-Stellvertreter Dr. Aloiß Lißl, OÖ Seniorenbund Fachausschussvorsitzender für Sicherheit Josef Hackl (Bildquelle: OÖ Seniorenbund)