Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer: Altenheimseelsorge muss uneingeschränkt möglich sein

„Gerade in Stresszeiten, Zeiten eines allgemeinen Besuchsverbots in den Altenheimen, aber auch in den Krankenhäusern, brauchen älteren Menschen die Seelsorger mehr als sonst. Deshalb halte ich es für falsch, dass man Altenheimseelsorger während des Besuchsverbots nicht als Mitglieder des Pflege- und Betreuungsdienstes der einzelnen Altenheime, sondern als Außenstehende betrachtet hat“, betont Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer. So konnten die Altenheimseelsorger ihrer Arbeit in den Heimen zu einem Zeitpunkt nicht nachgehen, als Seelsorge für die älteren, hilfsbedürftigen Menschen besonders wichtig gewesen wäre.

„Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen: natürlich sind wir allen Verantwortlichen in Politik, Verwaltung, Sozialarbeit, etc., sehr dankbar, dass die älteren Menschen in der Corona-Krise bestmöglich geschützt wurden. Aber gerade in Zeiten der Krise und wenn sie ihre Angehörigen nicht sehen können, brauchen Seniorinnen und Senioren Beistand“, so Pühringer weiter. Das Besuchsverbot, das sicherlich seine Berechtigung hatte, war, das müsse man einfach feststellen, eine große Zumutung für die älteren Menschen, gerade für jene, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes auch keine Kommunikation mit den anderen Heimbewohnern oder via Telefon/Internet mehr pflegen können.

„Wir fordern daher, dass Altenheimseelsorger in Zeiten wie der Corona-Krise, oder auch im Falle einer zweiten Welle – die hoffentlich nicht kommt – zum Team des Altenheimes zählen und so wie die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Dienst tun dürfen. Denn sie sind wirklich eine sehr, sehr große Unterstützung für die Seniorinnen und Senioren“, unterstreicht Pühringer.

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