Kleine Pensionen merklich erhöhen, um steigende Lebenshaltungskosten abzufedern

Rund 1,3 Mio. Pensionistinnen und Pensionisten haben eine kleine Pension – Pensionserhöhungen fließen fast zur Gänze in den Konsum und stärken die Wirtschaft

Nachdem heute der voraussichtliche gesetzliche Pensionsanpassungsfaktor veröffentlicht wurde – 1,5 % Inflationsrate von August 2019 bis Juli 2020 – fordert OÖ Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer, dass vor allem die niedrigen Pensionen merklich – d.h. über der Inflationsrate – erhöht werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat der Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec, bereits vor einigen Wochen zugesagt, bei der  Pensionsanpassung 2021 die kleineren Pensionen besonders stärken zu wollen. 

„Richtigerweise will die Bundesregierung den Konsum in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ankurbeln. Daher ist es nur sinnvoll, jene, die ihr verfügbares Einkommen fast zur Gänze in Konsum investieren, bei der Pensionserhöhung entsprechend zu bedenken“, betont Pühringer. Darüber hinaus sei es nur fair, auch Mindest- und Klein-Pensionisten am Wohlstand teilhaben zu lassen.

Rund 1,3 Millionen Pensionistinnen und Pensionen in Österreich haben eine Pension unter 1.100 Euro brutto monatlich und müssen davon die stetig steigenden Lebenshaltungskosten bestreiten. Da sie unterhalb der Steuerpflicht liegen, profitieren sie auch nicht von der aktuellen Senkung der ersten Steuerstufe.  

„Gerade in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sollte an dieser Stelle auch nicht vergessen werden, dass die Seniorinnen und Senioren eine wirtschaftlich sehr bedeutende Gruppe sind, immerhin sind sie für ein Drittel des privaten Konsums verantwortlich“, so Pühringer weiter. Eine Pensionserhöhung steigere den privaten Konsum und trage damit auch zur Stärkung der Wirtschaft bei.

Bildquelle: OÖ Seniorenbund