Seniorenbund präsentierte erste Seniorenumfrage

Wünsche, Einstellungen, Erwartungen und Forderungen der oö. Senioren.

Die Themen Gesundheit und Sicherheit in Haus und Wohnung interessieren die oö. Senioren am meisten.

Der OÖ Seniorenbund hat heute die erste von IMAS International durchgeführte, repräsentative Umfrage in der Generation 60+ präsentiert. Ziel war es, Wünsche, Einstellungen, Erwartungen und Forderungen der oö. Seniorinnen und Senioren zu erfahren. Dafür wurden im April oberösterreichweit 437 Personen befragt, die 60 Jahre oder älter sind. Wichtige Ergebnisse daraus sind:

 

Zukunftserwartung: 

Beim Blick in die kurzfristige Zukunft überwiegt knapp die Zuversicht. Die absolute Mehrheit der oö. Bevölkerung ab 60 Jahren sieht den kommenden zwölf Monaten mit Zuversicht entgegen (52%). Rund ein Viertel dagegen ist skeptisch, wenn es um die nahe Zukunft geht (23%) und rund ein knappes Fünftel ist besorgt (18%). Die langfristige Zukunft wird deutlich pessimistischer gesehen. Denken die Befragten an die kommenden sieben bis neun Jahre, gibt nur mehr ein Drittel an, eine zuversichtliche Einstellung zu haben. 28% blicken mit Skepsis und 27% gar mit Sorge in die langfristige Zukunft. Eine Rolle spielt in beiden Fällen das Alter: jene, die Anfang 60 sind, zeigen sich jeweils optimistischer als die Gruppe 75+.

 

Lebensumfeld:

Die befragten über 60-Jährigen Oberösterreicher leben derzeit überwiegend mit ihrem Gatten / ihrer Gattin, den Kindern bzw. der Familie zusammen (58%), knapp zwei Fünftel dagegen leben alleine (38%) und nur eine Minderheit von 5% lebt in einer Wohngemeinschaft (betreubares Wohnen, Pflegeheim). Bei der Wohnform überwiegt das eigene Haus bzw. die Eigentumswohnung (52%). Bei einem persönlichen Notfall sind überwiegend die Kinder die innerhalb einer Stunde erreichbaren Notfallkontakte (70%). Für rund die Hälfte ist die Gattin bzw. der Gatte, die Lebensgefährtin bzw. der Lebensgefährte in einem Notfall erreichbar (53%), bei je rund einem Drittel Bekannte (36%) oder andere Verwandte (33%). Im Durchschnitt werden in dieser Fragestellung 2,1 Personen genannt. 

 

Interessen:

Unter den abgefragten Themenbereichen ruft die Gesundheit und Gesundheitsvorsorge das größte Interesse hervor, 55% interessieren sich sehr dafür. Rund die Hälfte ist an Sicherheit in Haus und Wohnung sehr interessiert (51%) und je rund zwei Fünftel an Pflege und Betreuung (42%), bewusster, gesunder Ernährung (37%) sowie rund um das Thema Garten (37%). Im Geschlechtervergleich zeigen sich Männer beim Thema Politik und Interessensvertretung interessierter, während Frauen höheres Interesse an Sicherheit in Haus und Wohnung sowie an Mode und Bekleidung zeigen.

 

Sorgenthemen und Alltagsherausforderungen:

Rund je zwei Fünftel der über 60-Jährigen Oberösterreicher bereiten die hohe Kriminalität sowie der Flüchtlingsstrom sehr starke Sorgen (39 bzw. 38%). Dahinter folgen die Sorge, ob man in einem schweren Krankheitsfall ärztlich gut versorgt wird (26% sehr starke Sorge), die flächendeckende ärztliche Versorgung (21%), die staatliche Finanzierung des Gesundheitssystems (21%) und die Sorge, ob man im Alter jemanden hat, der sich um einen kümmert (20%). Die mit Abstand größten Herausforderungen im Alltag sind die eigene Gesundheit und gesundheitliche Probleme, also Schmerzen und Krankheit, 37% nennen dieses Problem.

 

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Foto (OÖ Seniorenbund): v.l. LGF Mag. Franz Ebner, LO LH a.D. Dr. Josef Pühringer, DDr. Paul Eiselsberg