Ab in den Frühling!

Frühlingsblumen sind die natürlichsten und schönsten „Psychopharmaka“.

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Mit „Maria Lichtmess“ werden ganz langsam, aber doch merkbar die Tage zwar wieder länger, die Sehnsucht nach Licht und Wärme ist aber längst nicht gestillt.

 

Die Topfnarzisse ist ein wahrer Lichtblick 

Eine der beliebtesten Pflanzen in diesen Tagen ist die Topfnarzisse – strahlend gelb und ein wahrer Lichtblick an langen Winterabenden. Diese kleine Narzisse wird mittlerweile in Millionen von Exemplaren weltweit verkauft. Den Ursprung hat sie in den Niederlanden, wo sie durch Zufall in einem Garten entdeckt wurde: Ein Blumenzwiebel-Züchter war bei einem Freund zu Gast und fand die zierlichen Blüten zwischen anderen Narzissen. Der scharfe Blick des Kenners war ein Volltreffer: Innerhalb von wenigen Jahren wurde aus der kleinen Zwiebel, die er als Geschenk mitgenommen hat, die vermutlich bestverkaufte Narzisse. 

„Tête-à-Tête“ ist ihr Name und sie ist auf vielerlei Art und Weise zu verwenden: im kleinen Blumentopf auf der Fensterbank, als Teil einer Frühlingsschale oder in einigen Wochen als erster Blütenschmuck am Balkon. Freilich kann – wer vorausschauend plant – die Zwiebeln im Herbst auch im Garten pflanzen – diese Narzisse bildet nach einigen Jahren ganze Blütenteppiche. Narzissen halten im Zimmer besonders lang, wenn man einen möglichst kühlen Platz wählt: Ein Wintergarten oder ein Stiegenhaus sind ideal. Gleichmäßig gießen, nie austrocknen lassen und nach dem Abblühen noch so lange weiter gießen, bis die Blätter gelb geworden sind. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn man die Pflanzen in den Garten setzen will.

 

Primeln und Hyazinthen bringen Farbe ins Haus 

Ebenfalls ein Muss im Zimmer sind jetzt die Primeln. Ihre bunten Blüten sind im Winter nicht mehr wegzudenken. Auch hier gilt: kühl und hell platzieren, dann gibt es für viele Wochen Blüten. Später im Garten ausgepflanzt, überleben nicht alle. Meist sind es die gelben und blauen, die Jahr für Jahr wiederkommen – sie haben offenbar viel „Blut“ der winterharten Sorten in sich. 

Wer den Duft liebt, der sollte sich unbedingt die kleinen Topfhyazinthen ins Haus holen. Im Wintergarten wirkt dieses Parfum als Frühlings-Vorgeschmack. Im Wohnzimmer können die Hyazinthen oft zu intensiv riechen und für Kopfweh sorgen – kein Problem: Wenn es nicht friert, dann kann man die Hyazinthen auch über Nacht ins Freie stellen, Frost vertragen die Blüten allerdings nicht. Und noch etwas könnte man probieren: So wie zu Großmutters Zeiten die Hyazinthen auf dekorativen Gläsern ziehen. Normalerweise beginnen die Vorbereitungen dafür im Herbst, aber das geht auch jetzt noch: Kleine Töpfe mit Hyazinthen kaufen, austopfen, Erde auswaschen und auf die Glasgefäße setzen. Das Wasser im Hyazinthenglas darf die Zwiebel nicht direkt berühren.

Alle Frühlingsboten, die jetzt im Haus gezogen werden, können, wie erwähnt in den Garten gepflanzt werden. Allerdings immer erst nach den strengen Frösten. Denn – verweichlicht durch Gewächshaus und Zimmertemperatur – halten sie keinen Minustemperaturen stand. Beachtet man dies, dann werden sie im nächsten, spätestens im übernächsten Frühling für Farbe im Garten sorgen.

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Garteln im Takt der Natur

Noch ruht der Garten, doch ein wenig kann man sich schon vorbereiten:

  • Durchforsten Sie Ihr „Lager“ an Saatgut aus den letzten Jahren. Samen, die älter als zwei Jahre sind, sollten weggeworfen werden, da die Keimfähigkeit zu stark nachgelassen hat. 
  • Unterziehen Sie Samen aus dem Vorjahr einer Keimprobe: Auf einen Blumenuntersetzer vier Lagen Küchenrolle legen, gut anfeuchten und eine abgezählte Menge des zu testenden Saatgutes aufstreuen. Geht weniger als die Hälfte der Samen auf, dann beim späteren Aussäen doppelt so dicht säen wie sonst. 
  • Fuchsien, Geranien und Margeritenbäumchen werden gegen Ende des Monats zurückgeschnitten und an einen warmen und hellen Platz gestellt. Umgetopft wird erst nach dem Antreiben. 
  • Wer im Gemüsegarten ein Mistbeet anlegen will, der kann es nun „packen“. Nach drei, vier Tagen darf angebaut werden, dann wirkt diese natürliche Heizung. Ausgesät und gepflanzt werden können darin Radieschen, Salat, Kohlrabi.