24-Stunden-Betreuung

OÖ Seniorenbund fordert seit langem Zertifizierung von Vermittlungsagenturen – Rechnungshof-Forderung jetzt erfüllen!

In einem Prüfbericht empfiehlt der Rechnungshof das Qualitätssicherungssystem der 24-Stunden-Betreuung auszuweiten, Hausbesuche von diplomierten Fachkräften und vor allem ein Gütesiegel für Vermittlungsagenturen von Pflegebetreuern werden empfohlen. „Die im Prüfbericht empfohlene Einführung einer Zertifizierung für Agenturen, die die 24-Betreuung anbieten, ist eine seit längerem immer wieder erhobene Forderung des OÖ Seniorenbundes, die rasch umgesetzt werden muss“, unterstreicht Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer. Immerhin hätten die Rechnungshof-Prüfer nicht nur festgestellt, dass Betreuungskräfte – entgegen der ursprünglichen Absicht - in der Praxis oft nicht nur bei der Haushalts- und Lebensführung helfen, sondern auch, dass es Mängel bei der Ausbildung und den Sprachkenntnissen gibt. Ebenso käme es laut Rechnungshof-Bericht immer wieder zu Problemen mit intransparenter Preisgestaltung der Vermittlungskosten bzw. Kosten für die Betreuungskräfte, Nichterbringung von zugesagten Leistungen, häufigem Wechsel von Betreuungskräften, Knebelungsverträgen und unzulässigen Regelungen bei der Kündigung des Vertrags.

 „Die 24-Stunden-Betreuung ist eine wichtige Säule unseres Pflegesystems, damit ältere Menschen so lange als möglich in der vertrauten Umgebung verbleiben können, auch wenn sie im Alltag Unterstützung benötigen. Es ist daher sehr wichtig, hier gewisse Standards festzulegen und diese dann auch zu überprüfen“, so Pühringer. Besonders wichtig sei natürlich die ausreichende Qualifikation der Betreuer, damit die älteren Menschen auch in Würde und Sicherheit altern können. Zudem gewährleiste ein Gütesiegel einen fairen Umgang mit den Betreuern und würde unseriöse Agenturen vom Markt verdrängen. „Es gilt daher die Empfehlung des Rechnungshofs, ein Gütesiegel für Vermittlungsagenturen einzuführen, rasch umzusetzen. Ab 1.1.2019 sollten in Österreich ausschließlich nach einheitlichen Normen zertifizierte Agenturen zur Vermittlung von Personenbetreuern zugelassen werden“, fordert Pühringer. „Im Hinblick auf die Entscheidung des Landes OÖ, in Zukunft keine neuen zusätzlichen Pflegeheime mehr zu errichten, kommt allen Formen der häuslichen Pflege nochmals ein besonderer Stellenwert zu. Neben der Qualitätssicherung in der Pflege muss vor allem auch die Unterstützung der pflegenden Angehörigen ein Schwerpunkt der Pflegepolitik sein“, betont Pühringer abschließend.